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Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier Quer durch Borneo Ergebnisse seiner Reisen In den Jahren , –97 und – Von Dr. A.W. Nieuwenhuis Unter Mitarbeit Von Dr. M. Nieuwenhuis-von Üxküll-Güldenbandt Erster Teil. det_police Elizabeth George Doch die Sünde ist scharlachrot. Es ist Ende April. Durch das wechselhafte Frühlingswetter wandert ein Mann die Küste Corn-walls entlang. Seit Wochen hat er nicht mehr in einem Bett geschlafen, sich gewaschen, sich rasiert. Dreier-Tjark lachte lärmend auf.»'t is man blot: Wat der alte Slotterbach da woll zu sagen würde, wenn wir mit son Saken kämen. Denn, was wir sind, wir haben hier ja all lang, was die von Mülhausen nu man erst haben wolln.«. Auf der Seite der Schinder wird wohl am häufigsten die Figur Karl Brandts erwähnt — SS-Obersturmführer der Abteilung IV B der Warschauer Gestapo, zuständig für Unerwartet reingespritzt sex tube. Wir wunderten uns nicht wenig, hier für fl 1. Am Kompetent legt Ernest die formal-rechtliche Situation der höheren Gemeindebeamten dar, ihre Verstrickung in die Realien des Ghettos; auch bemüht er sich, ein moralisches Profil eines jeden von ihnen zu zeichnen. Vor dem schmalen Hause, das Telegraphendrahte über dem Mützendach als Post auswiesen, blieb er stehen. Meine Eltern waren so wütend auf mich und sagten mir, dass so etwas passiert, wenn ich nicht höre. Jetzt will man seine Ruhe haben. McClimon gelingt es, seine Vibes elegant und doch nicht geziert klingen zu lassen. Allerdings geht Yoshihide hier oft genug so maximalistisch zu Werke, dass mir die Ohren schlackern. Dann gewann Heinrich noch Bisex Videos gelben Kamm. So ein Verlangen hat sie noch nie verspürt und sie hat Free Pornohub Gefühl, dass ihre gesamte Welt Kopf steht. Nachdem wir alles Joyce und David erzählt hatten haben sie zum Glück eingewilligt und mich bei ihnen leben Porno Frai.

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Eine Tür öffnet sich und sie schaut hoch in der Hoffnung Chloe zu sehen. Bist du bereit dazu? Ist der Husten weg? Dank eurer Pflege bin ich wieder gesund.

Er streckt der jungen Frau etwas entgegen. Pass gut auf meine Stieftochter auf! Sie befestigt die Lederscheide an ihrem Gürtel und steckt das Messer vorsichtig rein.

Ich werde nie vergessen, was ihr für mich getan habt. Gerade als David etwas erwidern will kommt Chloe dazu.

Beide stapfen schweigend durch den Wald bis Chloe steht bleibt. Wenn wir das Gebiet verlassen oder betreten müssen wir per Funk Bescheid sagen, damit die anderen wissen, dass wir es sind.

David hat dir gestern Abend alles erklärt? Passt gut auf euch auf! Kannst du fahren? Tut mir leid! Ich hab nur einen Helm also Wenn irgendwas ist, dann klopf mir auf den Rücken und ich versuche ran zu fahren.

Ihre Arme umklammern die Hüfte der Punkerin und sie wünschte sich, dass sie ihr öfter so nah sein könnte. Das Motorrad nähert sich der kleinen, verlassenen Küstenstadt und Max hat eine Idee.

Mit, von der Kälte, steifen Armen gibt sie Chloe das Signal, dass sie ran fahren soll. Diese zieht zur Seite und klappt ihr Visier hoch.

Max versucht zu Atmen, doch durch den kalten Fahrtwind klappern ihre Zähne zu sehr. Sie sammelt sich kurz.

Da vorne Die Punkerin fährt langsamer weiter und Max lotst sie mit Handzeichen. Schon bald erreichen beide Frauen einen kleinen Trampelpfad.

Die Blauhaarige steigt ab und nimmt den Helm ab, sie schaut besorgt in das Gesicht ihrer Begleiterin. Diese ist blass und am Zittern.

Chloe hockt sich neben sie. Komm mit. In einer kleinen Kammer schaut sie sich hastig um und hält dann triumphal ein dickes Schlüsselbund hervor.

Sie gehen in das oberste Stockwerk und Max schaut sich die Stockpläne an und führt Chloe in verschiedene Räume in denen sie vermutet, nützliche Sachen zu finden.

Hier sollten wir Hinweise für den Bunker finden. Der Raum zeigt ein paar verstörende Bilder, ist ansonsten aber klinisch rein.

Hör auf so eine unsagbare Enttäuschung für deine Familie zu sein. Ich hoffe, dass dein kleines Fotoprojekt mit Jefferson bald Erfolg zeigt. Gezeichnet Sean Prescott.

Chloe füllt derzeit ihren Rucksack weiter mit Sachen und in einem Schrank findet sie einen kleinen Safe. August, wieso? Die Punkerin denkt an das Gespräch mit Rachel zurück und wird vorsichtig.

Max kommt auf ihrer Etage an und bleibt kurz im Flur stehen. Sie atmet unruhiger und ihre Augen zucken durch den Gang.

Mit klopfenden Herzen geht sie auf ihr Zimmer zu und spürt wie ihre Beine weich werden. Anstatt das Zimmer nach nützlichen Sachen zu durchsuchen setzt sie sich vorsichtig auf die Couch und blickt sich um.

Max geht durch das Zimmer, überlegt, was sie alles braucht und fängt an das nötigste einzupacken. Sie geht zu ihrem Schreibtisch und öffnet eine Schublade.

Darin befindet sich eine Dose mit Pillen die sie schweigend an Chloe weiterreicht. Fluoxetin, davon habe ich schon mal gehört, wogegen sind die?

Meine sind fast alle, wie du siehst, deswegen wollte ich die von Nathan behalten Ich wollte nicht wie ein Arsch klingen. Tut mir leid. Ich denke wir sollten noch in das Hauptgebäude und dann weiter in die Stadt und den Bunker suchen.

Max ist bereits auf dem Flur und steht vor einer Tür. Sie hört die Schritte hinter sich. Vor ein paar Wochen wollte sie sich umbringen, ich konnte Sie ist erst kurz vor der Ausgangssperre zurückgekommen nur damit Unsicher steht die Punkerin hinter ihr.

Das ist wichtig und wenn du nicht gerade eine Couch mitnehmen willst solltest du was nehmen, wenn du willst.

Mit zittrigen Händen öffnet sie die Tür und betritt das Zimmer. Mit Tränen in den Augen läuft Max über den Rasen in Richtung Hauptgebäude.

Die Bibel in ihrem Rucksack scheint sie herunter zu ziehen, doch es war das, was sie am meisten mit Kate verbindet, auch wenn die Fotografin selber nicht gläubig war.

Vor sich sieht sie die Türen die in die Schule führen und erstarrt. Dann folgen Schüsse. So viele Schüsse und Schreie und etwas hartes trifft sie im Gesicht und holt sie in die Realität zurück.

Sie reibt sich die schmerzende Wange und sieht irritiert nach oben. Sie liegt auf dem Boden und schaut sich um. Max spürt die Hitze des Schlags an ihrer Wange und nickt beschämt.

Da vorne ist das Büro des Direktors. Ich würde gerne mein Portfolio holen. Diese probiert die Schlüssel am Bund durch doch keiner passt.

Ihr habt bestimmt ein Chemielabor hier, oder? Gemeinsam sehen sie sich im Labor um und Chloe sammelt ein paar Zutaten.

Chloe befestigt ihr Werk an der Tür. Sie zieht ihr Feuerzeug heraus und zündet es an. Das wird eine Party heute Abend. Los, lass uns von hier verschwinden.

Sie erreichen das Diner und betreten es durch den Hintereingang. Ich durfte nie Fastfood oder so essen. Die ersten Monate, nachdem ich alleine hier gelebt habe, war ich fast jeden Tag im Diner.

Da hinten war mein Stammplatz. Mit klopfenden Herzen presst Max sich gegen das kalte Holz und ihre Hand wandert zu dem Messer an ihrer Hüfte.

Wir sollten von hier verschwinden bevor sie doch noch Spuren von uns finden und uns suchen. Lass uns verschwinden. Zusammen heben sie eine schwere Falltür aus Holz nach oben und Chloe pfeift anerkennend.

Langsam folgen sie der Treppe nach unten und stehen vor einem Zahlenschloss. Max tippt die Zahlen ein und stellt zufrieden fest, dass sich die Tür öffnet.

Sie betritt einen kleinen Vorraum und sieht lauter Konserven. Wow, sieh dir das an! Starr vor Angst bleibt Max stehen und nimmt ihre Umgebung in sich auf.

Die Bilder aus ihren unzähligen Albträumen sind wahr geworden. Langsam geht sie rückwärts bis ihr Rücken eine Wand erreicht und sie lässt sich, unbemerkt von Chloe, zu Boden sinken.

Die Punkerin öffnet einen Metallschrank und vor ihr sind dutzende rote Ordner. Sie liest mehrere Namen, die sie aus den Geschichten der Fotografin kennt.

Der vorletzte Ordner trägt den Namen ihrer Gefährtin. Chloe zieht den Ordner heraus und schlägt ihn auf. Die blauen Augen der Punkerin streifen durch den Raum bis sie eine zusammenkauerte Gestalt erkennt.

Mit schnellen Schritten ist sie bei Max, die sich zusammengerollt hat, ihre Hände auf die Ohren drückt und vor sich hin murmelt.

Ganz ruhig, du bist in Sicherheit. Es waren keine Träume. Es ist alles echt! Langsam trägt sie sie aus dem Bunker heraus und setzt sie im Stroh ab.

Mit schnellen Schritten geht Chloe wieder nach unten und greift so viele Sachen wie sie kann. Sie wirft einen Blick in die Fotokammer und fasst einen Entschluss.

Sie nimmt ein paar Fotos aus dem roten Ordner und versteckt sie tief in ihrem Rucksack. Man kann auf ihnen deutlich erkennen, dass Max völlig neben sich steht während sie gefesselt auf dem Boden liegt.

Schnell geht sie wieder nach oben und erstarrt. Von der Fotografin ist keine Spur zu sehen. Sie geht in Richtung des Motorrads und sieht sich nach ihrer Begleiterin um.

Mit wild schlagendem Herzen erreicht Chloe die Stelle wo sie das Gefährt abgestellt haben und sieht die Braunhaarige Sachen in die Satteltaschen stecken.

Sie versucht Augenkontakt herzustellen, doch die Kleine verweigert dies. Wieso willst du nicht zurück? Aber ich will keine Unruhe verursachen ich Ich werde schauen, dass ich mich hier irgendwo verstecke bis das alles vorbei ist.

Ich wollte dir noch die Orte zeigen, damit du für euch Sorgen kannst. Ich schwöre, dass ich niemanden von euch erzählen werde.

Entsetzt starrt Chloe auf die Satteltaschen die augenscheinlich alle Lebensmittel beherbergen die Max eingesammelt hat und das Messer von David liegt auch drauf.

Wut steigt in der Punkerin hoch und sie läuft Max hinterher, packt sie an der Schulter. Du kommst wieder zu uns zurück und wir erklären das Rachel.

Ich meine, dass was wir da unten gesehen haben. Das war Was wird das hier? Ein verdammtes Selbstmordkommando?

Um nichts in der Welt lasse ich sie gehen. Und jetzt wo klar ist, was das für Einstichstellen sind, Rachel auch nicht. Maxs stöhnt unter der Last ihres Rucksacks.

Der lange Marsch durch den Wald hat sie platt gemacht und ihre Seite tut wieder weh. Die Hütte kommt in Sicht und sie bleibt stehen, fängt an zu zittern.

Fragend blickt Chloe sich um. Seit sie Arcadia Bay verlassen haben haben beide nicht miteinander gesprochen, zu sehr sind beide mit dem Erlernten beschäftigt.

Ich verstehe es selber nicht vollständig und Ich sehe, dass dir deine Verletzung weh tut und in deinem Kopf ist bestimmt auch hella viel los.

Sie nimmt Chloes Wärme und Geruch in sich auf und fühlt Wärme in sich aufsteigen. Die beiden lösen sich aus der Umarmung und schauen schnell in verschiedene Richtungen, sodass keine die Röte im Gesicht der anderen sehen kann und gehen weiter Richtung Hütte.

Die Punkerin macht einen lauten Auftritt, wie immer, während Max leise hinter ihr her schleicht. Ohne ein weiteres Wort geht sie in Richtung des Bunkers.

Max schüttelt nur den Kopf und geht nach unten, was Chloe aufseufzen lässt. Sofort fällt die fröhliche Maske von ihrem Gesicht und sie schaut ernst.

Max ist kein Junkie oder so was. Mit einem schnellen Schulterblick versichert sie sich, dass die Kleinere nicht wieder hoch gekommen ist.

Auf einem stand ihr Name und ich habe das hier gefunden. Beinahe wäre ich zu spät und sie weg gewesen. Sie wollte mir nur helfen genug Vorräte zu sammeln und dann abhauen, um uns keinen Ärger zu machen.

Chloe schaut zu ihr und zieht sie in ihre Arme um sie zu trösten. Sie sollte nicht alleine sein. Chloe steht auf um zu Max zu gehen und spürt eine Hand an ihrem Handgelenk.

Die Blonde schaut sie von unten mit nassen Augen an. Zusammen machen die beiden jungen Frauen sich auf den Weg nach unten.

Leise schleichen sie die Metalltreppe nach unten um Max nicht zu wecken. Das Feldbett ist jedoch leer. Aus der anderen Ecke des Raumes ertönt ein leises Rascheln und wimmern.

Die Punkerin hebt fragend die Augenbraue und ihre Freundin zuckt mit der Schulter. Langsam nähern sich beide dem Geräusch.

In der hintersten, dunklen Ecke des Raums finden sie die Fotografin. Sie hat sich nah an die Wand gezwungen und schläft dort. Man sieht deutlich, wie sie das Gesicht verzieht als ob sie Angst hat.

Sie kommt mit in unser Zimmer. Sie jammert und fleht leise und sowohl Rachel wie auch Chloe bricht es bei dem Anblick das Herz.

Komm schon, wach auf. Langsam öffnet Max die Augen und versucht zu fliehen. Panik ist in ihrem Gesicht zu lesen. Die blauen, müden Augen blinzeln ein paar Mal hektisch und dann sieht sie beide Frauen an.

Du kannst nicht hier unten schlafen. Und bevor du anfängst, es gibt keine Widerrede junge Dame. Los hoch mit dir! Das James Damon angeheuert hat meine Mutter von mir fernzuhalten, dieser sie dann unter Drogen gesetzt hat und sogar umbringen wollte.

Ich habe seitdem nicht mehr mit meinem Vater gesprochen. Nachdem wir alles Joyce und David erzählt hatten haben sie zum Glück eingewilligt und mich bei ihnen leben lassen.

Seid ihr in Kontakt geblieben? Die Drogen waren wohl wieder wichtiger als ihre einzige Tochter. Es tut mir so, so leid. Ich konnte nicht wissen, was wirklich dahinter steckt.

Ich wette, Mom hat das Abendbrot bald fertig. Und keine Sorge, wir passen auf dich auf! Sie hört ein Räuspern und mit roten Wangen sieht sie nach oben.

Rachel hebt nur grinsend die Augenbraue und die Punkerin reagiert mit erhobenem Mittelfinger. Sie schaut im Spiegel zu ihrer Freundin, doch Chloe scheint kilometerweit entfernt zu sein.

Wie sollen wir jemals wieder ein normales Leben haben? Für uns Chloe schnaubt die Luft aus, drängt sich an Rachel vorbei und geht direkt in das Zimmer mit dem Funkgerät.

Ein leises Klopfen lässt Chloe aufblicken und sie legt ihr Skizzenbuch weg. Die Tür öffnet sich langsam und ein brauner Haarschopf kommt zum Vorschein.

Ich habe mich gefragt, ob ich dir etwas Gesellschaft leisten darf. Uh ist das Kaffee? Und was ist mit dir? Du hast mit David trainiert und es ist schon spät.

Solltest du nicht etwas schlafen? Seufzend setzt sie sich auf den zweiten Stuhl und stützt nachdenklich den Kopf in einer Hand ab.

Ich bekomme es mit. Aber ich habe eine Idee, schon mal Gras geraucht? Was ist das? Ich vertreibe mir gerne die Zeit mit zeichnen. Bevor das alles hier war hatte ich sogar überlegt etwas mit Kunst zu machen.

Aber vor dem ganzen hatte ich so viele Pläne. Die letzten Sonnenstrahlen verfangen sich in Chloes blauen Haaren und dazu der nachdenkliche Blick lassen sie wie einen traurigen Engel für Max aussehen.

Was, wenn wir die nächsten 10 Jahre hier festsitzen, oder für immer. Wozu also an Plänen festhalten? Nach LA, oder New York oder so. Sie wollte als Model und Schauspielerin arbeiten und ich Ich hatte überlegt vielleicht als Tätowiererin arbeiten zu können.

Ich habe mir in den letzten Jahren so viele Ideen überlegt und Es hat sich einfach alles geändert. Ich wollte immer Fotografin werden aber nun Blackwell ist quasi ausgelöscht, meine Eltern sehr wahrscheinlich tot und der Mensch der mein Vorbild war, zu dem ich aufgesehen habe hat Sie blättert das Bild eines blauen Schmetterlings um und erstarrt.

Auf der Seite ist eine Zeichnung von Rachel wie sie nackt auf einer Couch liegt. Sofort spürt die junge Frau Hitze in ihr Gesicht kriechen und blättert schnell weiter.

Und wenn du es gelernt hast darfst du mir ein Tattoo stechen. Vorsichtig entfaltet sie das Stück Papier welches so aussieht, als ob es hunderte Male gefaltet und wieder auseinandergefaltet wurde.

Mit weit aufgerissenen Augen starrt Max auf das Blatt und Chloe schaut sie an. Lach nicht, okay, ich konnte mich einfach nie davon trennen. Max sieht entsetzt auf das Blatt, Tränen bilden sich in ihren Augen und so schüttelt leicht den Kopf.

Das ist Wovon redest du? Max führt ihre Hand zu ihrem Kopf und Chloes Finger spüren eine lange Narbe an der Seite des Schädels.

Ich erinnere mich, als ob es gestern war. Meine Eltern waren so wütend auf mich und sagten mir, dass so etwas passiert, wenn ich nicht höre.

Ich hatte Gedächtnislücken, konnte mich aber an dieses blonde Mädchen erinnern und das wir Piraten werden wollten. Also fragte ich meine Eltern und sie sagten, dass ich nie mit einem blonden Mädchen gesprochen hätte.

Er hat immer gesagt, dass ich mich dir vermutlich vorstelle, weil du für die Abenteuerlust und den Mut in mir stehst, die ich nicht habe.

Ich nenne das alles hella mutig Max! Sie spürt das Verlangen sie zu küssen. Kurz wandert der Blick der Punkerin zu den Lippen ihrer Gegenüber bis sie sich räuspert.

Ich glaube, erwachsen wurde ich erst durch die Krise. Ich denke eher nicht. Aber du hättest auch nicht überleben sollen Ich muss mir etwas anderes überlegen, aber Ich habe nicht mal die Highschool abgeschlossen.

Max antwortet nicht, sondern reibt sich nervös über den Arm. Es wurde heftig. Die Fotografin schluckt schwer und nickt langsam.

Plötzlich springt sie auf und geht Richtung Tür. Einmal hat er mich geschlagen, wir haben uns wieder über meinen Graskonsum gestritten danach hat Mom ihn rausgeschmissen und er hat eine Gruppe besucht die ihm hilft.

Seitdem ist es besser zwischen uns. Es war nicht oft Vor allem nicht, wenn man ein Kind ist, okay? Und ich meine, schau dich an, was könntest du schon schlimmes getan haben, dass du auch nur denkst es verdient zu haben?

Du kannst bestimmt bei uns bleiben, wenn du das willst. Aber ich würde gerne mit dir in Kontakt bleiben, diesmal wirklich.

Wenn du das willst meine ich. Vor allem du Chloe! Beide schauen sich kurz in die Augen und Max spürt wie sie rot wird. Müde blickt sie sich in dem Schlafzimmer, welches sie sich mit Max und Chloe teilt, um.

Unruhig wirft die Braunhaarige sich hin und her, Tränen laufen ihre Wange herab. Ohne drüber nachzudenken zieht sie Max in ihre Arme, flüstert ihr leise, beruhigende Worte in Ohr und presst sie an ihren Körper.

Langsam entspannt sich die Fotografin ohne aufzuwachen. Ich halte dich und passe auf dich auf. Das mit euch beiden kann ja keiner so ertragen.

Seit sie in den Armen von Rachel aufgewacht ist, ihr Gesicht gegen die Brüste des angehenden Models gedrückt, verhält sie sich noch schüchterner in ihrer Gegenwart.

Chloe nimmt die veränderte Stimmung zwischen den beiden wahr und fühlt sich unwohl damit. Mit einem wütenden Grummeln geht sie in das Schlafzimmer, holt unter dem Bett ihre Metalldose hervor und befreit den MP3 Player daraus.

Überdies fühlte er sich angenehm berührt von dem sicheren, etwas strengen Geschmack der Einrichtung, der gute Tradition in sich trug. Jetzt öffnete sich die Tür, und Frau Balde erschien.

Sie entschuldigte ihren Mann, der noch beschäftigt sei, und lud Hummel ein, mit ihr auf den schattigen Gartenplatz hinauszukommen. Sie traten jetzt in den Garten ein.

Rosen und Klematis bedeckten die Mauerwände, auf dem Rasenplatz zwischen den beiden Seitenflügeln flatterten Girlanden batistener Damenwäsche.

Das Ganze hatte etwas ländlich Liebes und Behütliches. Und diese beiden Steinarme bekamen jetzt, da eine seitliche Sonne sie vergoldete, eine fast leidenschaftliche Innigkeit.

So als sehnten sie sich danach, ganze Generationen von Gästen zu umfassen. Jetzt kamen sie zum Birnbaumplatz. Die tief niederhängenden Zweige gaben einen schönen Rahmen ab für die drei jungen Frauenwesen, die dort hinter der Balustrade standen.

Sie zeichneten sich als zierliche und klare Silhouetten ab von der grünen Hauswand. Lucile stand zuvorderst.

Bei der Vorstellung machte sie eine kleine Kinderverbeugung. Sie ist es, die ich lieben werde, sagte sich Hummel. Wie pikant sie ist, der Kopf einer entzückenden Frau über dem kurzen Kleinmädchenkleidchen.

Und nicht einmal verwundert war er über dieses Gefühl der Zugehörigkeit. Man hatte sich an den Tisch gesetzt, der jetzt mit Karaffen roten Weines und Kuchen, Brot, Früchten und Käse besetzt war.

Hummel fiel die schöne Form der alten Silbermesser auf. Man plauderte. Zwischen den raschen, schwebenden Rhythmen der französischen Laute klang Elsässisch und Hochdeutsch hinein.

Hummel sprach ein herzlich schlechtes Französisch, aber er versuchte sich tapfer immer wieder, angestachelt durch das frauliche Wohlgefallen an seiner Hilflosigkeit, das er um sich herum spürte.

Diese kleine Pariserin liebe ich nun also, dachte er befriedigt. Humoristisch gab er dann seine erste Begegnung mit den beiden jungen Mädchen im Korn zum besten.

Man lachte viel, alles war in heiterer Laune. Dann sprach man vom Rathaus und vom Ratsschreiber. Er erschrak fast davor.

Unwillkürlich wandte er sich ab, als habe er eine Indiskretion begangen. In diesem Augenblick flogen zwei Tauben auf, die im Birnbaum gesessen hatten.

Sie waren durch die Spitze einer langen Angelrute beunruhigt worden, die an ihnen vorbei durchs Laub fuhr. Ein Herr im eleganten Anglerkostüm tauchte seitwärts im Gassenschlupf auf.

Er rüttelte ungeduldig die Schnur vom Baume los. Er trat durchs Pförtchen. Und als jetzt der Wind ein Paar auf der nächsten Leine, aufgehängter Spitzenhöschen leise formte, konnte er nicht umhin, mit sachverständiger Hand darüber zu streichen.

Als er der Damen ansichtig wurde, machte er ein würdiges Gesicht. Sie sprang aus ihrem Versteck heraus und umarmte ihren Vater.

Sie lachte für ihren Vater eine Kadenz, wie er sie liebte. Man machte ihn mit Hummel bekannt, er verneigte sich höflich.

Lucile stellte sich neben ihn. Man scheint beständig durch ein Vaudeville zu wandeln. Frau Balde lächelte. Sie sehen uns nur deshalb so poetisch, Monsieur, weil man in Paris die Gewohnheit hat, die Vaudevilles in elsässischen Kostümen zu spielen?

Mir scheint auch in der elsässischen Landschaft ein sanfter, gemütlicher Zug zu liegen, wie wir ihn im übrigen Frankreich nicht kennen.

Wir haben nicht einmal das Wort dafür. Wir anderen Franzosen wenigstens fühlen das so. Er sah sich kindlich stolz dabei im Kreise um.

Jetzt kam Balde. Heinrich spürte wieder deutlich das Wahrhaftige und Frohe, das von diesem Menschen ausging.

Balde sagte:. Gutes Essen. Mais voyez-vous, wir schämen uns auch unserer materiellen Bedürfnisse nicht. Wir verstecken sie nicht. Man will ihn nur sättigen und zum Schweigen bringen.

Wir Franzosen dagegen, ja, wir versuchen, uns aus unseren Bedürfnissen eine Kunst zu machen. Auch Hortense Dugirard hatte aufgehorcht.

Ich habe mich so gesehnt nach unseren alten Volksliedern. Frau Balde strich ihr leise, liebevoll über den Arm. Hummel hatte nichts gemerkt von dieser kleinen Szene, er kämpfte mit einer Frage, die er nicht mehr unterdrücken konnte.

Wirklich entstand eine kleine Pause. Man lächelte. Und lange hat's gedauert, bis wir Franzosen wurden. Wir hatten Niederlagen erlebt und fanden die gloire.

Man hatte gehungert und fand Sattessen unter dem Roi Soleil. Lange haben wir Deutschland geliebt. Wir lieben es noch heute.

Cela veut dire, unsere Erinnerung, l'Allemagne d'autrefois, Deutschland von früher. Das neue Deutschland kennen wir nicht.

Die Badenser, die in Mülhausen und Kolmar in unseren Fabriken arbeiten, sind arme Schlucker ohne Physiognomie. Wenn wir von Ihren Titeln drüben und Dekorationen lesen, so ist uns das fremd.

Ihr Bier trinkt man hier nicht, und Ihre modernen Bücher liest man hier nicht. Das ist schade, denn wir sind nicht so begabt wie die Franzosen, die weniger aus Büchern, aber desto mehr aus dem Leben lernen.

Und noch eins: Frankreich hat immer nur unsern Leib verlangt. Ils en profitent, sie nützen das aus. Unser Speck und Sauerkraut ist Delikatesse in Frankreich.

Unsere derbere Struktur liefert ihnen die besten Soldaten, unsere Besonnenheit die besten Generale. Frau Balde lächelte zu ihm hinüber.

Und wir wollten doch unserem deutschen Gast unsere Altertümer zeigen. Balde folgte, und Hummel wurde nun durch die tiefen gewölbten Keller gefühlt, in denen noch Klosterwerk bewahrt lag, zerbrochene Kruzifire und Stücke von Grabsteinen.

Wieder im Tageslicht oben sah er über der Treppenwindung in einer Wandnische eine wundervolle Holzmadonna, ruhevoll und lächelnd.

Auch sie hatte man im Keller gefunden. Und mitten zwischen ihnen die Madame de la Quine. Martin Balde hatte ziemlich alles so belassen, wie er es ererbt hatte, und nun schien es wie gerade erst für ihn und seinen Hausrat geschaffen, der sich zusammensetzte aus der behaglichen Louis-Philippe-Einrichtung, mit der er geheiratet hatte, und den ernsten geradlinigen Möbeln des alten Hugenottengeschlechtes, dem Frau Balde entstammte.

Hummel antwortete nicht gleich. Er hatte auf der Reise nur selten eine Zeitung zu Gesicht bekommen, von der Thronbewerbung eines Hohenzollernprinzen nur flüchtig und uninteressiert gelesen.

Der Maire zuckte die Achseln. Balde schwieg einen Augenblick. Nichts wäre der Kaiserin und ihren Getreuen erwünschter als ein kleiner Religionskrieg, der ein Beschäftigungsspiel für die Unzufriedenen bedeutete.

Einen Augenblick schwiegen alle. Der Maire betrachtete ihn mit Wohlgefallen. Im übrigen — man könnte sehr wohl gegen Papst und Kaiser sein und trotzdem sein Vaterland lieben.

Seine Stimme klang wie das Grollen eines treuen Hundes, der Gefahr anzeigt. Die Grenze bildete hier die Wallmauer mit dem Blick auf die Getreidefelder, dahinter sah man die Schornsteine der Schlotterbachschen Fabrik, links die Ill und das Spitalwäldchen.

Nach dem Hause zurück führte eine breite, schattig lockende Kastanienallee, die in der Mitte des Gartens sich zu einem runden Platz ausweitete.

Farbige Kleider schimmerten da. Sie steuerten darauf zu. Jetzt erkannte auch Heinrich, was da zwischen zwei Kastanien schwebte: Lucile in einer Hängematte, die sie durch Aufschnellen und Zurückfallen in Bewegung hielt.

Als die drei näher kamen, zog sie, wie in kindlicher Schüchternheit, das Netz ganz eng um sich und blieb mäuschenstill so liegen.

Sie sah reizend aus in dieser Fischpose mit dem dunkeln, spitzbübisch beschämten Gesicht. Lucile richtete sich auf.

Heinrich Hummel verwandte keinen Blick von ihr. Noch nie war ihm etwas so Entzückendes begegnet. Die Allee ging vom Boskett aus weiter zum Vorgarten hin.

Dort hatte Vater Dugirard im gleichen Augenblick ein strenges Verhör zu bestehen. Im Begriff, nun wirklich endlich zum Angeln aufzubrechen, wurde er von Luciles alter Wärterin zurückgehalten, die sich mit imposanter Miene vor ihm aufpflanzte.

Das ist nicht schicklich, o nein, das ist unmoralisch. Dugirard setzte sich sein Pincenez auf und sah hin. Er lächelte. Die helle Jugend da im grüngoldnen Baumschatten gefiel ihm sichtlich, aber die treue alte Frauensperson war empört.

Dann wird Monsieur schöne Dinge zu hören bekommen, o ich versichere Sie, schöne Dinge. Wie eine Pythia streckte sie die Arme gegen die Gesellschaft da hinten aus:.

Dugirard blieb nachdenklich stehen. Sie hatte recht, seine Frau plante eine Verbindung Luciles mit dem jungen Victor Hugo Schlotterbach.

Er war erst vierzehnjährig, das ist wahr, zwei Jahre jünger als Lucile, aber die Fabrik machte ein schönes Geld, und die Schlotterbachs hatten ohnedies Vermögen.

Der Kleine war vor ein paar Tagen aus dem Lyzeum in Kolmar zu den Ferien heimgekehrt, die Kinder hatten sich gut gefallen.

Aber ein Deutscher! Seine Tochter würde keinen so schlechten Geschmack haben. Immerhin — er war hübsch, und die Frauen sind unberechenbar. Hummel hatte sich von Baldes verabschiedet.

Ihm war, als kenne man sich schon lange. Noch in der Allee warf er einen Blick zurück auf diese Menschen, die ihm plötzlich wichtig geworden waren.

Dann versuchte er sich Luciles pikante Reize zurückzurufen, Lucile, die er ja liebte! Aufmerksam blickte er in die umbuschten Gärtchen, in die offenen ländlichen Torbögen.

Das rührte ihn irgendwie. Lange stand er und schaute, bis die Hitze, die die Steinmauern von sich gaben, ihn nach Hause trieb.

Sie tat ein Glas mit Blumen auf den Tisch, zog die Decken glatt und rieb an der Politur des Bettes. Alles mit einem verträumten, gleichsam nach innen horchenden Gesicht.

Jetzt stellte sie auf der Kommode ein altes verschwommenes Daguerreotyp zurecht, der Mutter Elternhaus auf dem Lande in Frankreich, Frau Balde selbst davor mit ihrem Bruder, beide in kurzen, karierten Kleidchen mit langen Höschen.

Der Onkel sollte es heimatlich haben. Er war immer ein wenig stadtmüde, wenn er heraufkam ins Oberland, und voller Dankbarkeit für jede Liebe hier. Aus den Schränken roch es nach Lavendel und Thymian, das Sparrenwerk krachte vor Hitze.

Ganz steif stand sie da mit emporgehobenem Gesicht. Dann lächelte sie wieder tiefverklärt. Und all dies Sonderbare geschah ihr am Vorabend ihrer Lebensentscheidung.

Die Bedenkzeit war ja doch nur eine Form gewesen. Man arrangiert ihn nur für angemeldete Gäste. Unwillkürlich stutzte er.

Madame Schlotterbach selber, ein zierliches Persönchen, stand aufrecht am Kamin, beide Arme vorgestreckt. Bourdon eilte auf sie zu wie auf einen Vorgesetzten.

Das vorn verschnittene glatte Stirnhaar lag wie eine Pelzkappe über den schwarz umränderten Augen. Man sprach Französisch.

Die Dame fragte Hummel, wie ihm die Stadt gefalle, woher er komme, wohin er reise? Trotz guten Willens fühlte er sich hier unbehaglich.

Die ganze Art dieses Zimmers, das aufdringlich auf Frau gestimmt war, befremdete ihn. Die Fenster waren fest geschlossen, es roch nach Puder und Heliotrop.

Madame Schlotterbach nahm den Fächer in die Hand, sie lachte. Ich erwarte ihn jede Viertelstunde zurück.

Um einer Pause zu entgehen, blätterte er in den Noten, die zwischen Modejournalen auf dem Klavier lagen: französische Walzer und ein paar Opernarien.

Der Pharmacien untersuchte indessen die Büchsen und Gläser auf dem Toilettentisch. In diesem Augenblick trat, parfümiert, mit englischem Seitenbart, ein wenig geckenhaft, der Hausherr ein.

Ein Duft von starken Zigarren ging von ihm aus. Er trug ein Monokel, und die Hand, mit der er seine dünnen blonden Haare strich, glänzte von Brillanten.

Madame setzte sich graziöser auf dem kleinen Sofa zurecht. Sie empfand sich zwischen den drei Herren in ihrem Boudoir wie eine Herrscherin. Man begann nun regelrecht Konversation zu machen, plauderte mit Lebhaftigkeit über die Verschiedenheit von Paris und Provinz, über den französischen Hof, über die neuen Ausbrüche des Vesuv, über die Pazifizierung Algeriens und weiter über Dinge, die keiner von ihnen genau kannte, und die keinen von ihnen interessierten.

Sie nahm ein goldgeschnittenes Büchlein vom Ziertisch. O diese köstlichen einsamen Abende am Kamin! Mein Mann spielt Billard bei Monsieur de la Quine, ich sitze mit meinem Buch hier in der Ecke und lese.

Gut ist's da! Ah qu'il fait bon dans mon coin, j'en ai le frisson! Das zerstreute ihn. So etwa wie es eine elsässische Malerei gibt: Vautier zum Beispiel.

Behaglich stellte er sich auf seine beiden Beine und deklamierte:. Hummel wurde warm. Es könnte eine Einzelpoesie schaffen, wo es jetzt nur Mitläufer ist.

Eine Einzelpoesie, wie wir Deutschen sie pflegen. Ihr fiel ein, ob es nicht ganz gut wäre, ihre Virginie bliebe nicht länger im Kloster, sondern verheiratete sich?

Der junge Mann würde dann in die Fabrik eintreten, man würde ihn französieren. Die Schweiz — das ist ja beinahe Deutschland, nicht wahr? Sie seufzte ausdrucksvoll.

O ja, man ist noch keine alte Frau. Und nun kam die Dame in ihr Fahrwasser. Meine Tochter hat nur siebzehn Jahre weniger als ich. Madame de la Quine freilich behauptet, es seien zwanzig.

Sie könnte es gut genug wissen. Denn sie hat im gleichen Frühjahr wie ich ihre Kommunion gemacht, und Mama hat ihr ein Kleid von ihren eigenen dafür gegeben.

Ihre Mutter wusch für uns. Das hat sie vergessen. Mais enfin , man darf sie nicht ernst nehmen. Schon ein paarmal hatte ein schlankes, anmutiges Gesicht durch den Türspalt gelugt, von Madame Schlotterbach mit einer Handbewegung immer wieder weggescheucht.

Jetzt kam der ganze kleine Mensch zum Vorschein: Victor Hugo, der jüngste Schlotterbach, etwa vierzehnjährig, in Kniestrümpfen und Schottenanzug, das helle Haar pagenartig verschnitten.

Bourdon und Schlotterbach strahlten. Ich habe sie alle aufgegessen. Und er ist schon ein Held, nicht wahr?

Er wollte uns verteidigen. Heinrich Hummel lachte. Er legte dem hübschen Jungen brüderlich die Hand auf die Schulter.

Madame Schlotterbach seufzte. Man hat sie niemals für sich selbst, seine Söhne. Nur die paar Jahre, wenn sie vom Lande von der Amme zurückkommen.

Aber da schon teilt man sich in ihren Besitz mit der Bonne. Zuletzt die Heirat. Die Frau wurde ihm fast lieb in diesem Augenblick.

Bourdon war noch immer tieferbost über das Gebaren des alten Schlotterbach ihm gegenüber. Als Onkel und Neffe auf dem Heimweg zum Rathausplatz einbogen, fanden sie ihn voll Lärm und Gelächter.

Vor der Kaserne stand ein Trupp Lustiger, darunter Kinder und Frauen, sie empfingen mit Händen und Schürzen, was die Soldaten aus den Fenstern warfen, als unnütz bei dem bevorstehenden Wegzug.

Wer über den Platz ging, trat hinzu und beteiligte sich. Ein Trupp Dienstmädchen stand kichernd und schluchzend beiseite.

Der alte Groff kauerte am Boden und wühlte unter einem Haufen bunter Papierherrlichkeit, Maskenflitter, Überbleibsel des vorigen Faschings.

Er zeigte dieselbe Ruhe und vornehm wirkende Gelassenheit wie Frau Balde. Sehr wohl schien er sich zu fühlen da im Kütschchen neben der Schwester, die er liebte.

Die Blumenhüte der Damen, das helle Geplauder, das herüberklang, das Lachen und Sichzueinanderneigen dort freute ihn.

Seine schmale, feste Hand suchte die feste, schmale der Schwester. Er sprach Elsässisch, um neckend sich abseits zu stellen von den beiden Franzosen, als seien sie gegen ihn verbündet.

Heinrich war froh, mitfahren zu dürfen. Er hatte gefürchtet, seine Verwandten würden ihn mit Beschlag belegen. Aber der Onkel hatte einen leichten Gichtanfall bekommen, und die Tante pflegte ihn.

So waren sie gezwungen, ihren Gast der feindlichen Partei abzutreten. Ihm gegenüber die Schwestern hatten helle Kleider an, ihre Hütchen lagen ihnen wie Studentenkäppi über der Stirn.

Lucile trug einen Matrosenhut mit Bändern, über dem Haar ein dichtes blaues Chenillenetz gegen den Staub. Victor Hugo hatte wieder sein romantisches Schottenkostüm an.

Man lachte über nichts und alles. Wie goldene Leuchtbälle flog es durch die Luft, Scherzreden und Gelächter.

Nur der arme Dugirard war nachdenklich, die Drohungen und Warnungen der alten Louisen bohrten in ihm. Er fühlte sich unbehaglich in dem unkleidsamen Amte eines Wächters.

Hortense dagegen war wie im Rausch. Diese Fahrt mit ihren Erinnerungen an so viele schöne Vergangenheit machte sie glücklich.

Lucile amüsierte sich köstlich. Dazwischen blickte er ein wenig erstaunt auf seinen Abgott, der so hübsch aussah und so tat wie ein Eisblock.

Nein, in der Tat, Hummel dachte nicht daran. Nichts Auffälliges. Dabei litt er unter dem Gefühl seiner deutschen Schwerfälligkeit, das er heute nicht los wurde, und das ihn in seinen eigenen Augen herabsetzte.

Er ahnte nicht, wie hübsch er allen erschien in seiner kernigen blonden Frische und seiner Ruhe, sicher zwischen den Beweglicheren. Er gab sich selbst zum besten, indem er auf sein rundes Lebemannsbäuchlein wies.

Man war jetzt an den kleinen Kirchhof gelangt, auf dem die aus der Maison Centrale Heraussterbenden begraben wurden. Er war ganz rot von Mohn und leuchtete fast unerträglich in der Sonne.

Sie erklärte Hummel die Bewandtnis. Unter den Begrabenen befand sich ein Mohammedaner, sein Hügel war mit einem turbanartigen Stein besteckt.

Jede Woche legte dort eine unbekannte Hand eine Rose nieder. Ich fürchtete schon zu sterben zuvor! Welche Passion! Ich bewundere Sie, Madame!

Hortenses Gesicht veränderte sich, es nahm den konventionellen Ausdruck an, den Hummel zuerst an ihr gesehen hatte. Heinrich tat ihm den Gefallen, sich von ihm führen zu lassen.

Der Wagen sollte langsam vorausfahren, sie würden schon nachkommen. Sie traten an das Grab. Die Rose war da. Lauter Kreuze ohne Inschrift.

Victor Hugo war sich nicht ganz klar, ob das ein Lob oder einen Tadel zu bedeuten habe. Ich bin nur ein Kind, aber ich habe Mut! O, ich habe Mut!

Und ich liebe Frankreich! Er streckte den rechten Arm aus und hielt die linke Hand an der Brust. Sein Gesicht hatte einen drollig-theatralischen Ausdruck, der durch das schottische Kostüm noch verstärkt wurde.

Heinrich lachte laut auf. Der junge Mensch blickte ihn betroffen an, dann stürzte er sich in Hummels Arme, umhalste ihn und bot ihm seine Wange.

Heinrich war gerührt. Die Mütze war dem blonden Jungen vom Kopf gefallen, und sein ehrlicher, borstiger Schopf stand ihm wie eine Flamme über der Stirn.

Der Kleine wurde jetzt natürlicher. In Thurwiller aber, wo man bis vor ein paar Jahren in der Schule nur Deutsch unterrichtet hatte, hier wäre es feiner, Französisch zu reden.

Im Muttergotteswäldle stiegen sie wieder ein. Es ging jetzt durch Wiesen, auf denen hohe Sternblumen blühten.

Vielleicht ist die Zeit ja reif für derart katasonische Lieder. Baizas Gitarre ist eh zeitlos gut. Wenige Jahre später lassen Barrios Klangcollagen nicht mehr nur die akustische Globalisierung widerhallen, mit der die United Fruit Companies of Sound selbst das guatemaltekische Hinterland missioniert haben, sondern auch Barrios Lebensjahre in Barcelona und Besuche in Los Angeles.

Überdeutlich ist der Akzent auf den Latin Grooves, auch wenn die Gewürze und Zutaten dabei nicht nur die Grenzzäune zum Norden, sondern auch kreuz und quer durchschneiden.

Und Belgier! Aber Entwarnung, Pornos sind ihm zu anstrengend, so dass er ein anderes Po-ding vorzieht - Pop. Von 32,5 Min. Sarkastischer Humor pflückt Blumen des Bösen von Gräbern, um sie auf die Särge diverser Untoter von Pantera bis Sepultura - harhar zu legen.

Und ist dessen Shining nicht auch eine Winterreise? Nur dass Shining selbst diese himmlischen Momente nur durchwinkt. Der neue Dröhnscape reizt Hörsinn und Phantasie mit vier Szenen, zu denen man, je nach Wildheit der Imagination, sich Sonnenflecken und Protuberanzen als fernen kosmischen Klangsturm, oder auch einfach ein Fleckchen in der Sonne am Badesee vorstellen mag.

Jeweils taucht man ein in grummelnde Tableaus aus Rauschpixeln in vibrierenden Grautönen und schimmernden Monochromien, die in einem Zoomeffekt kulminieren.

Im vierten Teil meine ich bebende Cymbals, Dutzende von Cymbals, als Quelle ausmachen zu können, ein metallisch sirrendes Klangbeben, das im Raum zu schweben scheint, und über das sich dunkle Dröhnwellen hinweg wälzen.

Als ob Shoemaker Makro- und Mikroebenen ineinander blenden würde, meint man im Bildgewebe auch die molekularen Reibungen und partikularen Kollisionen wahrnehmen zu können.

Letztlich aber verschwinden Katz und Maus im grauen Rauschen. Kennt ihr den? Begegnen sich ein Ästhetizist und ein Anästhesist unter einer Autobahnbrücke Für elektronisch und durch Feedback verstärkte Lärmwolken bleiben die Gesangsmikrophone immer wieder abgeschaltet.

So viel Antipop-Courage, alle Achtung. Das ist ja immer die Frage. Kaum bis zum Rand des Poptellerchens, um ganz schnell wieder zurück in den Kartoffelbrei zu schlüpfen?

Oder wie hier hinaus ins Niemandsland, wo die gebratenen Hähnchen auf schwer berechenbaren ballistischen Kurven angeflogen kommen!

Ein fundamentaler Ost-West-Gegensatz von Ashkenzi einerseits und yemenitischen, griechischen, arabischen, persischen und türkischen Wurzeln andererseits, der mit Zündstoff reich bestückt ist.

Er scheint aber solche Vexationen zu mögen. Luftaufnahmen von Haifa und der Judäischen Wüste als Illustrationen spielen nämlich ebenfalls mit einem Kippeffekt, dem von Blicken aus der Lufthansatouristenklasse und von Satellitenfotos, die Raketenziele kartografieren.

Wenn der Strand von Tel Aviv verlassen daliegt, dann nur wegen dem schlechten Wetter? Slavins Klangbänder sind zithrig, zittrig, stottrig mäandernde, perkussiv vertrackte Projektionsfolien für gemischte Gefühle und gleichzeitig ein Postulat, mehr zu mischen - etwa zu einer Oriental Abstract Spiritual Music.

Immerhin war er Gründungsmitglied der Kölner Jazzhaus Initiative und Ende der 70er und in den 80ern mit der Headband, NoNett und der Kölner Saxophon Mafia umtriebig und gründete , mit bewusstem Bezug auf Alfred Jarrys Dr.

Faustroll, sein eigenes Label PATA MUSIC, ist also ein genuiner Do-It-Yourselfer. Und hoppla, einmal haben wir uns nur knapp verfehlt.

Im Lauf der Jahre hat Stein seine musikalischen Visionen mit einem PATA Orchester oder den PATA Masters umgesetzt. Bigband, d.

Kollektive und solistische Improvisationen machen die Reise polyglott und binnenbeweglich, wie eine Schiffsreise, bei der die Passagiere gegen die Fahrtrichtung laufen, die Plätze und Gesprächspartner und die Sprache wechseln.

Die Klangbilder werden dabei gleichzeitig transparenter und individueller, exotische Gespinste, fremdartig rhythmisiert, der Orchesterbrandung treten einzelne Stimmen gegenüber, eine Flöte, eine Trompete, eine Posaune.

Die in Manchester geborene Melissa Stott jedenfalls, deren Debut Why Now ebenfalls schon auf FFR herausgekommen ist, hat eine bemerkenswerte, ganz vibratolose Altstimme und sie schreibt ihre Songs selbst.

Max Chirico, der Mann und Pianist an Stotts Seite, darf sich geschmeichelt fühlen. Das LR-Logo ist eine Uhr. Steht sie, oder läuft sie sogar rückwärts.

Barnes, ein umtriebiger Typ, der neben Kollaborationen mit T. Bei ToL fügt er sich ein als ein Unruheherd, der hyperaktiv an den meist dröhnminimalistischen Walls of Noise seiner Partner entlang lärmt, rasselt, rumpelt, flirrt.

Er liefert Motion und Action zum Picture und ist dabei, wie Ranaldo, noch mit Electronics und Krieger mit Sax-tronics verkabelt. Urtümliche Weltmusik ist das, aber völlig eigen gemischt aus rauen Streicherklängen, repetitiven Minimalmotiven, seltsamer Keyboardharmonik in Moll und ziemlicher Schräglage.

Klassisch wenn man so will, Kammermusik, wie man sie sich als Soundtrack von Michael Nyman vorstellen könnte, der eine Stimmung von Wehmut unterstreicht.

Wobei das zittrige, pathetische arabisch-jüdische Ziegenhirtentimbre die Verbindung zu einem Zustand oder einer Bewusstheit von Fremde herstellt, einen Kontakt zum Jude-, Frau-, Tier- und Quasimodo-Pol.

Umgekehrt ist sein Geist längst übergesprungen auf DDAA und STPOs Pascal Godjikian. Aber hier hört man das Original in seiner irritierenden, fast erschreckenden, ergreifenden Einzigartigkeit.

Die 8 Improvisationen, die einen hier anstarren mit dem sprichwörtlichen Schweigen der Lämmer, greifen nach einem mit Lachenmanns würgender Hand.

Stellt euch vor, Tiheäsalo und seine Akustische wäre am D-Day After der einzige Musiker unter Steinzeitinsulanern der Zukunft.

Sein Unplugged-Jukebox-Wunschkonzert ginge etwa so: Mach uns mal Neue Musik von damals Oder: Spiel einfach mal was Schönes Song- oder Grooveähnliches überlebt entsprechend selten die Begegnung mit Twocsinac.

Ansonsten enthält das toastfarbene, ameisenwinzig dicht beschriftete Digipag Noise, Gebabbel, Cut-Ups, Nonsense-Schnippsel, Vocoder- und ChorSingsang, Zwitschermaschinendelirium, diverse vs.

Die umweltschonende Philosophie dahinter lautet: Take nothing but footprints, leave nothing but photographs oder vice versa.

Oder hat Eugene Chadbourne Nachwuchs bekommen? Nur wenige Minuten genügen, um zu hören, dass Sullender nichts mit Komik und nichts mit Chadbourne am Hut hat.

Aufgewachsen in Virginia und North Carolina, fand er Anschluss an die Chicago-Szene mit einem speziellen Draht zu Fred Lonberg-Holm und mit dem Cellisten Davis einen Partner, der selbst wieder über Dave Rempis im Vandermark 5-Umfeld verbandelt war.

Das Cello selber changiert zwischen sämig gestrichenem Schmelz, Ritschratschgesäge und struppigem Pizzikato, in verblüffender Tom Sawyer-Eintracht mit einem Huckleberry Finn, den es in den Fingern juckt, vom graden Pfad abzuweichen.

Aber genau dies ist im März geschehen. Genau, DIE ZIMMERMÄNNER waren damals eine Hamburger Band um Timo Blunck und Detlef Diederichsen, die ihren deutschsprachigen Pop auf Labels wie Zickzack und Ata Tak veröffentlichten.

Und sogar mal im Würzburger Kulturkeller live gespielt haben. Aber nach nur einer halben Stunde war Schluss, weil stumpfe, biertrinkende Punks die Band mit Hohlglas bewarfen.

Für die waren diese Hamburger Jungs Popper, genauso schlimm wie Hubert Kah. Dabei waren DIE ZIMMERMÄNNER nie eine richtige Neue Deutsche Welle-Band, sondern schon immer einfach nur an guter, geschmackvoller Popmusik interessiert aber halt mit deutschsprachigen, durchaus originellen Texten.

Und auch mal mit Bläsersätzen oder Streicherarrangements. Anno besteht die Band fast nur noch aus Timo und Detlef - alte Schulfreunde und Gründungsmitglieder.

Ab und zu tauchen auch frühere Mitmusiker auf. Fortpflanzungssupermarkt um nochmal diesen weniger super klingenden Titel des Albums zu erwähnen mutet gottseidank nicht nostalgisch an.

Eingängig groovt man sich von Bad Ems nach Paderborn. Singt eine Hommage auf die Schauspielerin Christiane Paul. Keine Ahnung, womit sie diese Ehre verdient hat.

Ist trotzdem ein flotter Popsong. Während sich die Musik auf ordentlichem Niveau hält, gibt es so manche textlichen Aussetzer, die in den er Jahren noch geschickt umschifft wurden.

Trotzdem eine schöne, meist gut gelaunte Platte. Nix für Hardcore-Bad Alchemisten. Eher etwas für den Teil des Mainstream der Minderheiten, der an guter Popmusik aus deutschen Landen glauben mag.

WoO Mobi Rock rx:tx : Das Label im slovenischen Ljubljana präsentiert hier einen Vertreter der Belgrade Noise Society. Aus E-Gitarren und aus Alltagselektronik gefischte Wellen versetzt WoO in groovende Bewegung.

Quasi als Weltempfänger pickt WoW seine Sounds direkt aus der Ionosphäre. Den Glitches und dröhnminimalistischen Mäandern gelingt es, aus dem Elektrosmog eine ganz unvermutete Freundlichkeit zu filtern.

Guido Eduard Zimmermann Dass mehrfach die Namen Antoine Bellanger, Christian Bagnalasta, Julien Courquin, Vincent Dupas, Stephane Laporte oder Eric Pasquereau auftauchen, liegt am Kollektivcharakter des Projektes in Nantes und dem Bäumchen-wechsel-dich des Spiels.

Dass jeder mit jedem kann und man sich gegenseitig covert oder remixt, gehörte zum Konzept. Der Gesamteindruck ist ein munterer, ein Pärchen Wellensittiche in Gelb songorientiert und Blau urban sounds.

Ausgabe dieser Reihe im Innersten zusammenhält. Es geht irgendwie um ein titelgebendes Büchelchen des Fluxus-Künstlers Emmett Williams, das die zufällige Begegnung von Gegenständen auf dem Schreibtisch von Daniel Spoerri dokumentiert.

Die von Lee kompilierten Songs markieren ähnlich zufällige Punkte auf der Landkarte, vernetzen Orte und Leute nach anekdotischen und sehr britisch-skurrilen Gedankenrösselsprüngen kryptischer Kreuzworträtsel.

Irgendwie ist das Ganze down to earth, verwischt die Längen- und Breitengrade zwischen Alltag, Folklore und Unterhaltung, zwischen privat und öffentlich.

Und komisch ist es nebenbei auch. Durch seine ausführlichen Linernotes und Miniporträts hat MB diese Kompilation zu einer Art Sound Lecture aufbereitet und dabei die Tiefe und Breite dieses Nebenarmes des Pop-Stroms bis zu den Quellen nachgezeichnet.

Und warum sollte Dissidenz sein Misfit-Herz nicht auch auf der Zunge tragen? Um meine Defizite nicht zu sehr auszustellen, bitte ich um Nachsicht, wenn ich die DVD-Sparte etwas kursorisch angehe.

Entity Mülheim Auf Abwegen, aatp22, 2 x DVD ist die dritte Folge von MARC BEHRENS audiovisuellen Annährungen an diesen Kölner Stadtteil.

Der dritte Teil entstand als Auftragsarbeit für den Kulturbunker Mülheim e. Das Konzept ein etwa jähriger Deutscher und eine ca.

Behrens zerhackt nämlich, ähnlich wie Yannis Kyriakides seine elektronischen Wordless-Soundporträts, Bild und Ton in zuckende Gesichter und Gestotter.

Dazu richtete er die Kamera auf betont beiläufige Motive und dazwischen lässt er den Bildschirm immer wieder minutenlang schwarz wobei der Sound weiterläuft.

Dubs schuf dazu dann animierte Fotografien. Dorans Zwiesprachen mit den Bildern und sich selbst, in denen er seine Martin-Gitarre durch den Einsatz von Echoplex und Amps auf eine hyperakustische Ebene hebt, sind verblüffende, funkelnde Gedichte auf sechs Saiten.

Die DVD vereint die lichte, abstrakte Fotokunst mit dem Soundtrack, wie ihn Doran im Oktober im italienischen Bionzo realisierte und blendet darüber Porträts von Doran in Aktion.

Mit anderen Worten - ein Update von Psychedelic. Und nicht der Tod, sondern das Licht in Venedig. Bewohner einer menschendichten Metropole, in der es üblich scheint, sein Handy ständig in der Hand zu tragen oder sich per Walkman in einen Kokon zu spinnen.

Ah, wir sind in Tokyo. Und, ha, Vögel flattern vor den Betonund Glasgerippen und grauen Mondrians durchs Bild. Eine kleine, aber feine Irritation.

Mit ihrem Meublement-Charakter und fast nostalgischer Frühes Gallen dreht seit Filme. Singe zu Hans im Glück oder beim Roadmovie Namibia Crossings , das die musikalischen Vergegnungen von Fredy Studer und weiteren Schweizer und einheimischen Musikern, zusammen gewürfelt zur Hambana Sound Company, unterwegs durch die Wüste Namibias einfing.

Dem Film gelingt etwas Seltenes, er führt ganz nah heran an das Musikmachen und die drei Macher. Und er nimmt sich dafür die Zeit komprimiert auf gut 70 Min.

Man merkt das Vertrauensverhältnis zu Liechti. Und der hat auch die Augen für das Drumherum, den Soundcheck, das Clubpersonal, die Besucher.

Das Abgründige zieht ihn an, ob das Unterbewusste oder das Submarine oder die Unterwelt als Reich der Toten und Untoten. Ein unbehagliches Dröhnen und Sirren genügen ihm, um eine Gegenwart des Unguten, Nicht-Geheuren zu suggerieren.

Aoike liefert ihm fünf gespenstische Vorlagen. Jede Episode beginnt mit einem Schwenk an düsteren Hausfassaden entlang in noch düsterere Hinterhöfe, schmale Gassen, Korridore.

Ein graues Mädchen läuft durch ein Geisterhotel, begegnet einem ähnlich blassgrauen Jungen, weitere Männergestalten tauchen auf, gesichtslos wartend.

Durch eine Tiefgarage schleicht eine Katze, schwarz wie eine Öllache. Aber sie ist nicht die Bedrohung, sie wird zum Opfer eines Erdbebens, das das Gebäude erschüttert Chusyajo.

Obwohl man dort vielleicht besser hört. Allerdings geht Yoshihide hier oft genug so maximalistisch zu Werke, dass mir die Ohren schlackern.

NOISE, abrupte Cut-Ups und nochmal und immer wieder NOISE. Nur dass ich jetzt nicht mehr frage, was das soll, sondern einen verspielten, verschmitzten Japaner vor mir sehe.

Yoshihide bereitet den Boden für Zufälle, Überraschungen, unkontrollierte Entwicklungen. Statt Zitatsamples interessiert ihn der Reichtum des Funktionslosen, LPs sind bei ihm keine gefrorene Musik, sondern handisch spielbares Tonmaterial und ebenso sind Plattenspieler keine Abspielgeräte, sondern ein eigenes Instrument.

Überhaupt nötigt einem seine gleichzeitig fingerspitze Finesse und ungenierte Splatter-Grobheit ein Schlucken ab.

Broken Music in Aktion, in voller Aktion. Milben, Parasiten! Das ist das Leben, Liebling! Dafür die sarkastische Performanz von Macho-Klischees und hartem Schwulen-Narzissmus, immer auf der Kippe zwischen Freak-Spektakel und Triebmüllabfuhr.

Mit einem Wort - Fuckhead. Wem zu seinem Glück noch ein FAUST-KonzertDoku fehlt, der wird mit Nobody Knows If It Ever Happened Ankstmusik, ANKSZ , DVD gut bedient, ich sogar restlos.

Emyr Glyn Williams hat die Performance der Altkrauter am 1. Letzteres sollte man sich unbedingt zuerst ansehn, den absurden Aufwand und das Chaos eines Faust-Bühnenaufbaus und Soundchecks, inklusive GleichstromWechselstrom-Dilemma, Feuersicherheit, Platzproblemen, blank liegenden Nerven.

Aber trotz der Vorwarnung wird mein Gesicht doch lang und immer länger angesichts der Freakereien zweier ewiger Dilettanten, Chappi Diermaiers holprigem Geklapper und Perons ausgeflipptem Headbanging zum Rumgezupfe auf seiner Doppelhals-Bass-Gitarre.

Die krautophilen Superlative, die der NME oder The Wire an die alten Zausel verschwendeten, scheinen, wenn sie nicht einem arterroristischen Missverständnis aufsitzen, um Wiedergutmachung für die Vernichtungskritik an Dresden und Würzburg bemüht.

MOON S A FARI aus Uppsala sind jung genug, um sich nach der Air-Scheibe benannt zu haben. Die Polen lassen sich wohl nicht ungern gefallen, dass sie mit King Crimson, Tool und Taal verglichen werden.

Effektvoll genug für permanente Headbanger, aber weitgehend nach Schema f und mit dem Bleigeschmack aus der Dosenfutterfrühzeit.

Kopf des Projektes ist Francesco Zago, der mit The Night Watch noch Genesis kopiert hatte, nun aber durch vertrackte Rock-In-Opposition-Labyrinthe einen Weg nach Donaueschingen bahnt.

Er ist auch der Brainiac, der Yugen vernetzt in einem Anspielungsgeflecht von Borges über Gadda, Ernst Jünger und Leipniz bis Wittgenstein.

Da zeigt sich der Einfluss des Agartha- und AltrOck-Machers Marcello Marinone. Seit Alex Buess das 2. Thermodynamische Gesetz vertonte, habe ich keine derartige Häufung vertrackter, manchmal vielleicht allzu vertrackter Tempo- und Richtungswechsel gehört.

An seiner Seite der Panzerballett-Gitarrero Jan Zehrfeld. Genaueres wissen die, die drinnen waren. Ich war nur Lauscher an der Wand.

Dazu pushen Saxophon, Funk-Bass und Drums Headbangwillige unerbittlich über die Kante ins Epileptische. Hier hört man deutsches Handwerk, Fraktalexzess statt Blitzkrieg, Zappelphilippika gegen den Geist der Trägheit.

Gut geölt, aber mit eingebautem Nervfaktor und deutschem Humor. Zusätzliche Bauchschmerzen machte die gnadenlos wachsende Verspätung.

Angeblich gewannen Rommels Urenkel haushoch gegen sich selbst. Ebenfalls infiziert von einem Mr. Ebenfalls im Achter-Pack stürmten sie die AKW-Bühne mit ihrem total schrill kostümierten Musiktheater, mit Posaune und Trompete, Boredoms-Versionen von Ska, der World Inferno Friendship Society in New Orleans, dem Pabst auf dem Reichsparteitag.

Aufgemacht und geschminkt wie minoische Zombies, mit schwarzen Zähnen, in Kleidern! Das gibt Artrock, der, bestrahlt mit Energieformen aus der Zeit der Golfkriege, mutiert ist zu neuer Brisanz.

It has to feed. Hyde-Version von Peter Hammill. Bring back Bring it back Bring back the apocalypse ist wie hingespuckt, gutturales Grollen kippt in Kopfstimmendiskant.

Was für Thrills, was für Spannungen, die musikalisch und emotional nach Auflösung schreien und in Stakkatogewittern auch tatsächlich frei gesetzt werden.

Ein solch musikalischer ist der einzige Totalitarismus, den ich mir gefallen lasse. Trotz der vorgerückten und überhaupt verrückten Stunde werden Zugaben erjubelt.

Und Sleepytime Gorilla Museum hat noch Reserven, um zu verblüffen. Mit Schnarchtönen, zu denen Frykdahl murmelt, dass Vögel im Flug pro Sekunde Schlafphasen einschalten, und mit Wolfsgeheul, mit Moonhopping, Headbanging und obendrauf noch einem ganz neuen Song.

Den in die Auferstehung Gejagten blieb endgültig die Spucke weg. Selbst die SleepytimeT-Shirts gab es danach natürlich nur in XXL.

Mit Yugen und Sleepytime Gorilla Museum eine bemerkenswerte und eine sensationelle Deutschlandpremiere, dazu allerhand Missbrauch von Abhängigen.

Thematisch umkreist wird wie schon in Nr. Gruban schwärmt vom BILDKolumnisten F. Wagner, D. Eppenberger räsonniert über Hitler-Clones im Kino, V.

Thiele über Lookalikes, Doubles, Doppelgänger, H. Platzgumer über Grenzkontrollen an Musikern, während sich Miss Reiss Gedanken machte über das Altern mit Johnny Cash und Gena Rowlands als positiven, Metallica, Nena und John Travolta als deprimierenden Beispielen.

Dazu wurde mit Schorsch Kamerun gesprochen über seine Inszenierung von Metropolis im Zürcher Schiffbau-Theater und das Zitronen-Album Lenin und mit Jutta Koether über die Verschränkung von Pop und Kunst.

Peel und für Kosmopolitisches, Kultiviertes, Komplexes und Avanciertes in Worte zu fassen. Gibt es Karrieren abseits von Kannibalismus und Koprophagie?

Ein Schwerpunkt über Tanztheater mit einem schönen Foto von Mark Tompkins, das ebenso schöne Erinnerungen an Helene Sage weckt. Dazu Disques von Abs.

Auf der rechten Seite, zufällig oder nicht, Mattin als Proletarian of Noise in Iggy Pop-Pose. Das Proletariat als Phantomschmerz?

Plesch posth. Nagel Oder - D. Dann verschwindet die Kunst, und die Realität wird schrecklich. Im Audiokommentar von Regisseur und Hauptdarsteller des Filmes Ghandis Willing Executioners bringt er mehr hirnrissige Pointen pro Zeile als Engel sich auf einer Junkienadelspitze drängeln können.

Jeder ist ein öffentliches, von den Mainstream-Medien unablässig frequentiertes Klo. Kryptokritik in Comiccamouflage. Und Martin Büsser? Der liest und liest und hört und hört und moderiert das in Besprechungen abseits von Werbe- oder Hypejargon.

Umgekehrt werden die abgelagerten sub- und jugendkulturellen Provokationen von einst nun wieder in den musealen Kanon rezipiert.

Es ist eigentlich nur eine Heimkehr bildungselitärer Anleihen. Seine kreativen Schwerpunkte bestehen jedoch im solistischen Klavierspiel im Spannungsfeld von Improvisation und Komposition Piano Logs seit sowie in der Komposition von Instrumentalmusik Septett, Eine weitere wichtige Rolle spielen Werke für Player Piano Pianola bzw.

MIDI-Klavier, die unter Zuhilfenahme algorithmisch arbeitender Kompositions-Software oder eigener Programme entstehen Triptychon, Audielle Fundstücke im WorldWideWeb inspirierten ihn zu den Remix-Compilations Japanese Modular , Arabic Popular und East Asian Desktop Ihr postmodernes Spiel geht über die dogmatische Atonalität des Free Jazz weit hinaus und lässt alle Musiken zu, derer die Musiker habhaft werden können.

Erlaubt ist alles, was im musikalischen Sinne tauglich ist: Polka- und Marschrhythmen genauso wie harsches Clusterspiel, romantische Bögen wie die Reduktionen der Minimal Music.

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Wenige Tage nach meiner Rückkehr nach Putus Sibau holten vier dieser Sibau Dajak mich in einem Boot in ihre Niederlassung ab, wo einer der Ihren, der sich beim Holzhacken mit dem Schwerte das Bein verletzt hatte, heftig blutend darniederlag.

Den Verwundeten nach Putus Sibau zu bringen schien unmöglich; so blieb mir nichts anderes übrig, als mit den nötigsten Hilfsmitteln und einem unserer Malaien zum Kranken zu reisen.

Nach dreistündiger Fahrt in schwankendem Nachen erreichten wir das lange Haus, auf dessen grosser Galerie vor der Häuptlingswohnung eine Menge Männer, Frauen und Kinder um eine Gruppe herumhockte, die sich mit der Pflege des Kranken beschäftigte.

Dieser schien ein kräftiger junger Mann zu sein; auf dem Rücken zwischen seinen jammernden Angehörigen liegend zeigte er bereits eine verräterische graubraune Leichenfarbe, auch hatte er schon das Bewusstsein verloren und sein Puls war nicht mehr fühlbar.

Sein rechter Fuss war an der Innenseite, unterhalb des Knöchels, verwundet und mit alten Lappen voll geronnenen Blutes verbunden. Fortwährend tröpfelte noch Blut aus dem Verbande, was hauptsächlich wohl einem zweiten Verbande zugeschrieben werden musste, den man um die Wade angebracht hatte und der, gleichwie auch die horizontale Lage des Beines, einen Abfluss des venösen Blutes verhinderte.

Während ich den zweiten Verband abnehmen und das Bein hoch halten liess, erzählte man mir, wie sich der junge Mann die Wunde beigebracht hatte.

Die Abwesenheit des Pulsschlags bewies, dass die Blutung auch während des Transportes nach Hause sehr heftig gewesen sein musste. Man hatte, um die Blutung zu stillen, das gebräuchliche Mittel, gekaute Sirihblätter mit Kalk, auf die Wunde gelegt, welch letzterer adstringierend wirkt und durch das starke Anpressen mittelst der Blätter zugleich als Tampon dient.

Da der Patient augenscheinlich nicht mehr viel Blut zu verlieren hatte und seine Herztätigkeit sehr schwach war, musste ich einen neuen Bluterguss bei der Untersuchung zu vermeiden trachten und hielt daher den Kautschukschlauch am Schenkel bereit.

Zum grossen Erstaunen der Taman kam, da ich das Bein hoch halten liess, beim Wegnehmen der schmutzigen Lappen und Sirihballen kein Tropfen Blut mehr aus der Wunde; doch war die bis tief hinter den maleolus internus reichende Wunde durch die falsche Behandlung bereits so [36] infiziert, dass an einen aseptischen Heilverlauf nicht zu denken war.

Vor allem musste der Patient wieder zu Kräften kommen, dann konnte man ihn, zwecks einer rationellen Behandlung, nach Putus Sibau bringen lassen.

Ich desinfizierte daher die Wunde so weit als möglich, bestreute sie mit Jodoform, tamponierte sie gründlich und empfahl den Taman, das Bein ständig hoch liegen zu lassen und gut für den Patienten zu sorgen.

Dank seiner kräftigen Konstitution war der Mann nach zwei Tagen bereits so weit, dass seine Familie ihn mir zur weiteren Behandlung nach Putus Sibau bringen konnte.

Nachdem ich schon gehofft, dass keine Nachblutung den Heilprozess stören würde, rief man mich doch sechs Tage darauf nachts, weil der Verband ganz mit Blut durchtränkt war.

Es blieb nun nichts anderes übrig, als die Galerie unserer Kaserne zum Operationszimmer zu machen und den gewandtesten meiner Gehilfen zum Assistenten zu promovieren.

Zum Glück gelang es mir bald, die Blutungsquelle zu entdecken. Ich hatte bereits vorher versucht, die Wunde von dem nekrotischen Gewebe zu reinigen, aber die Infektion hatte sich bereits zu sehr verbreitet.

Sobald die Schlinge um den Schenkel etwas gelockert wurde, quoll in rhythmischen Stössen eine Blutmenge, augenscheinlich aus der arteria tibialis postica, hervor.

Beim Schein einiger Lampen entfernte ich so lange nekrotisches Gewebe, bis die Arterie bloss lag; es zeigte sich, dass diese auf die ungünstigste Weise beschädigt war, nämlich halb durchgeschnitten, so dass die Enden sich nicht zurückziehen konnten und wegen der Retraktion der Ränder ständig offen gehalten wurden.

Mit einigen Bedenken, wegen der stark entzündeten und infizierten Umgebung, entschloss ich mich doch, das Gefäss zu durchschneiden und die beiden Enden zu unterbinden.

Glücklicher Weise schlossen sich die Gefässe und eine Blutung trat nicht mehr ein, trotzdem sich die Entzündung über den ganzen Unterschenkel verbreitete.

Einige Einschnitte bis in das subkutane Gewebe, zur Entfernung des Eiters, und eine Ausspülung mit Borwasser übten eine gute Wirkung. Infolge unserer sorgsamen Pflege kam der Taman bald wieder zu Kräften, und nachdem der Kontrolleur von Putus Sibau nach unserer Abreise noch einige Zeit für ihn gesorgt hatte, konnte er wieder nach Hause gebracht werden, wo er bald völlig genas.

Der langdauernde Aufenthalt in Putus Sibau hatte noch den grossen Vorteil, dass wir uns über die aus Java mitgenommenen und uns [37] grösstenteils fremden Leute ein Urteil bilden konnten.

Bereits als ich sie in Dienst nahm, hatte ich dafür gesorgt, dass jeder von ihnen einen Kameraden oder Verwandten bei sich hatte, damit er sich nicht einsam fühlen sollte.

Da eine gute Stimmung unter den Teilnehmern einer Expedition deren guten Erfolg wesentlich beeinflusst, freute es mich sehr, zu bemerken, dass Zwistigkeiten unter unseren Leuten wenig vorkamen.

Nur der zweite Jäger, Djumat , erregte zu meiner Verwunderung bei seinen mohammedanischen Glaubensgenossen durch seine ständigen religiösen Übungen Anstoss.

Wie ich bei meiner Rückkehr von den Kajan hörte, war er, ein europäisches Halbblut, zum Islam übergetreten. Obgleich beinahe mein ganzes Geleite mohammedanisch war, hatte ich doch von Beten und von anderen religiösen Verrichtungen nie etwas gemerkt; nur Djumat war hierin sehr eifrig und ärgerte dadurch die anderen so sehr, dass einer der Schutzsoldaten zuletzt auf seiner Violine zu spielen begann, sobald Djumat seine Gebete anfing.

Wahrscheinlich geschah dies nicht wegen der Andachtsübungen selbst, dazu waren meine Javaner und Malaien zu friedliebend, sondern weil sie ihn besser kannten als ich.

Bald hörte ich auch einige Bemerkungen über Djumat , der sich viel mit den Chinesen auf dem Markte abgab, und eines Morgens fand ich auf der Galerie einen zusammengefalteten chinesischen Brief, den ich aber nicht lesen konnte.

Etwas Besonderes vermutend, wollte ich meine farbigen Begleiter doch nicht in die Angelegenheit einweihen, und da auch unsere Europäer das Schreiben nicht lesen konnten, liess ich es unbeachtet.

Der Schreiber schien aber die Sache ernst zu nehmen; denn zwei Tage darauf erhielt ich ein anderes Briefchen, diesmal malaiisch geschrieben.

Der Inhalt des Briefes war der, dass Djumat den chinesischen Frauen auf dem pasar auf brutale Weise nachstellte und dass ein derartiges Betragen meines Personals mir am Mahakam gefährlich werden konnte.

Für mich war diese Tatsache zu wichtig, um ihr nicht Rechnung zu tragen. Sobald denn auch der Dampfer angekommen war, erhielt Djumat zu seiner Verwunderung den Befehl, sich bereit zu halten, um sich zwei Stunden später nach Java einzuschiffen.

Diese plötzliche Entlassung musste ihn umsomehr in Erstaunen versetzen als er, [38] wie auch seine Kameraden, bereits in Java 75 fl. Vorschuss von seinem Lohn erhalten hatte.

Sein Betragen, das in seiner javanischen Umgebung nicht viel Anstoss erregte, war jedoch in unserer künftigen Lage, mitten unter den eingeborenen Stämmen, viel zu gefährlich, als dass ich die übrigen Männer nicht auf den Ernst eines solchen Vergehens hätte aufmerksam machen müssen.

Bereits seit langem wusste ich, dass eine grosser Teil der Morde und Unglücksfälle von Malaien unter den Dajak hauptsächlich daher kam, dass die malaiischen Männer darauf ausgingen, die dajakischen Frauen zu verführen.

Obgleich es nämlich bei den Bahau, nach längerem Aufenthalt in ihrer Mitte, wohl gestattet ist, mit einem der jungen Mädchen, die in ihrem Tun und Lassen fast gänzlich unabhängig sind, ein Verhältnis anzuknüpfen, geschieht es doch häufig, dass die Malaien, mit Hilfe von Geschenken und anderen Mitteln, mit der ersten besten Frau, die sich hierfür empfänglich zeigt, einen intimen Verkehr anzubahnen versuchen.

Da aber die eheliche Treue bei diesen Stämmen sehr streng gehalten wird, laden sich die Malaien durch ihr leichtsinniges Betragen die Rache des beleidigten Gatten auf den Hals.

Ich suchte daher, wenn wir irgendwo bei den Bahau längere Zeit bleiben mussten, tun ihr Vertrauen zu gewinnen, alles daranzusetzen, um ein derartiges Betragen zu verhindern.

So hatte ich von Anfang an getrachtet, etwas ältere Männer für unseren Zug anzuwerben und habe auch später durch leichtsinniges Betragen meiner Leute nicht viel Unannehmlichkeiten gehabt.

Nach meiner Abreise von Tandjong Karang nahmen die Kajan noch öfters jede Gelegenheit wahr, um uns in Putus Sibau zu besuchen, teils aus persönlicher Anhänglichkeit, teils um noch einiges vorteilhaft zu verkaufen, teils um noch allerhand Neues und Schönes von unserer Ausrüstung zu sehen.

Selten vergingen einige Tage, ohne dass ich Besuch bekam, und jetzt waren es nicht nur, wie in früherer Zeit, erwachsene Männer und einzelne Frauen, die sich aus dem Mendalamgebiet herauswagten, sondern es kamen auch viele Knaben und Mädchen und sahen sich zum ersten Mal in ihrem Leben Putus Sibau mit seinen vielen Malaien, Chinesen und seinem Markt an.

Auch viele 18—20 jährige Frauen erklärten, noch nie hier gewesen zu sein; zum Übernachten konnten sie sich aber nicht entschliessen, sie sorgten vielmehr alle, vor Einbruch der Nacht aus dieser fremden Umgebung wieder fortzukommen.

Besonders meine Freundin Usun , die älteste und oberste Priesterin von Tandjong Karang, benützte jede Gelegenheit, um nach Putus Sibau zu kommen, und es zeigte sich, dass aufrichtiges Interesse sie dazu trieb.

Bereits bei meinen Besuchen und hatte sie mir allerhand, nach ihren Begriffen schöne Geschenke gemacht, auch war sie die einzige Frau ihres Stammes gewesen, die es gewagt hatte, sich photographieren zu lassen.

Auch jetzt wieder gab sie uns einen starken Beweis ihres Vertrauens, indem sie einmal mit einer Gesellschaft vom Mendalam ankam, mehrere Tage allein bei uns blieb und erst mit einer zweiten Gesellschaft nach Hause zurückkehrte.

Wenige Tage vor unserer Abreise kam Usun mit einigen Männern und Frauen von Tandjong Karang zu uns herunter und bat um die Erlaubnis, bis zu unserer Abfahrt bei uns bleiben zu dürfen.

Zugleich gab sie zu verstehen, dass sie, da es nun doch zum Scheiden kam, beschlossen hatte, ihren kostbarsten, oder besser gesagt, ihren heiligsten Besitz zwischen ihrem Enkel und mir zu teilen, damit diese geweihten Gegenstände mich vor allen Gefahren, denen ich entgegen ging, beschützten.

Sie übergab mir ein sehr altes Schwert, das, nach der Aussage meiner 70 jährigen Freundin, bereits in ihrer Jugend sehr alt gewesen war, ferner Kieselsteine von aussergewöhnlicher Form in einem kleinen Säckchen und ein steinernes Fläschchen mit etwas Kokosnussöl.

In diesen ernsten Abschiedstagen wurde Usun gestattet, ihre Schlafmatte in der kleinen Kammer auszubreiten, in welcher der Kontrolleur Barth auf einer Seite und ich auf der anderen unsere Moskitonetze aufgehängt hatten.

Beim Erwachen am anderen Morgen sah ich, dass Usun bereits alle ihre Vorbereitungen getroffen hatte.

Darauf sprach sie, vor der Matte hockend, die [40] Geister an, die in den Gegenständen hausten und trug ihnen auf, mich gegen alle Angriffe böser Geister zu schützen, mich vor Anstrengungen sowie vor einem Fall in den Bergen oder Tälern zu behüten und zu verhindern, dass meine Seele sich von mir entfernte.

Weiter berichtete sie den Geistern der geweihten Gegenstände, dass ich die Absicht habe, sie zum Mahakam und weiter bis zum Apu Kajan zu bringen.

Auch erzählte sie ihnen, dass ich ihr das Geldstück und die Perlen gegeben, damit sie an Stelle der alten Gegenstände in ihren Händen zurückblieben.

Ich schenkte Usun zuletzt noch, da meine Vorräte es zu erlauben schienen, einen Satz schöner Armbänder aus Elfenbein. Bis zum letzten Augenblick blieb Usun bei uns und, während ich des Morgens mit dem Verteilen von Menschen und Gütern in die Böte viel zu tun hatte, strengte sie sich an, mir mit ihren alten Beinen wie mein Schatten zu folgen und hörte nicht auf, mir unter heissen Tränen Segenswünsche auf die Reise mitzugeben.

Mit Akam Igau hatte ich abgemacht, dass er seine Leute dazu bringen sollte, gleich nach der Rückkehr der vorausgeschickten Gesandtschaften die wahrsagenden Vögel zu befragen.

Juli kehrten die Gesandtschaften endlich gemeinsam zurück; ihre Reisen waren ohne Unfall verlaufen, nur hatten sie, wegen des sehr hohen Wasserstandes, lange gedauert; auch war es ihnen nicht geglückt, den Bulit aufwärts bis zum Landweg zu gelangen; sie hatten aber den Reis an der Mündung des Bulit unter dem Schutze von Korporal Suka und zwei anderen zurückgelassen.

Diese Leute waren nämlich nicht im stande, den Zug mitzumachen, wollten aber, wie es schien, auch noch etwas verdienen. Nachdem ich diesem Vorschlage in der [41] Überlegung zugestimmt hatte, dass wir dadurch später um so schneller flussaufwärts fahren konnten und ich, um nur endlich fortzukommen, möglichst viel Freunde gewinnen musste, verpflichtete sich wiederum Tigang , den Obet Lata bereits am folgenden Tage auf die Vogelschau auszusenden.

Auf diese Weise suchte sich Tigang als Herrn der Mendalambewohner aufzuspielen, obwohl er sehr gut wusste, dass Akam Igau von mir als Führer angesehen wurde.

Mein Hauptziel war jedoch die Abreise, der ich mit Ungeduld entgegensah, da die Trockenzeit bereits zwei Monate gedauert hatte und jeder Tag uns Regen und ungünstig hohen Wasserstand bringen konnte; daher fand ich alles gut, was uns einen Schritt weiter brachte.

Es verging aber ein Tag nach dem andern, ohne dass wir etwas anderes hörten, als dass die Vögel noch immer nicht alle erforderlichen Zeichen gegeben hatten, bis endlich am Zwei Tage darauf sollte die ganze Gesellschaft bei uns eintreffen.

Um Akam Igaus Oberherrschaft wieder einzuschränken, kam auch Obet Lata im Auftrage Tigangs am folgenden Tage und meldete, dass man aus Tandjong Kuda aufbrechen werde, dass man sich aber, wie auch auf der vorigen Reise, noch einen Tag an der Mündung des Mendalam aufhalten wolle, um noch einen besonderen Vogel zu befragen.

August schlug endlich unsere Befreiungsstunde; denn bereits des Morgens kam ein bemanntes Boot nach dem anderen hinter der Flussbiegung zum Vorschein.

Ich gab ihnen eine gute Ladung Reis und Salz mit und so fuhren sie bereits mittags den Kapuas aufwärts. Die Leute, welche die Mahakamreise selbst mitmachen sollten, übernachteten, der Übereinkunft gemäss, unter Akam Igaus und Tigangs Aufsicht an der Mendalam Mündung, trafen aber schon früh am folgenden Morgen vor unserer Wohnung ein.

Im Ganzen erschienen aus den verschiedenen Niederlassungen am Mendalam ungefähr Mann, die sich in so viel Gruppen verteilten, als die Zahl der Dörfer und Stämme, denen sie angehörten, betrug.

Jede Gruppe hatte einen eigenen Häuptling oder angesehenen Mann zum Anführer; ich betrachtete aber, wie bereits gesagt, Akam Igau aus Tandjong Karang als Oberhaupt aller, da er als alter weitgereister Mann am meisten Einfluss besass, während sein viel jüngerer Nebenbuhler Tigang Aging aus Tandjong Kuda nur durch seine hohe Geburt sich Ansehen zu verschaffen trachtete.

Ihm völlig ergeben war nur Obet Lata , der Anführer der Ma-Suling, ein alter unbedeutender Mann, der Tigang als den Schwiegersohn des Ma-Sulinghäuptlings Akam Lasa fürchtete.

Die Männer von Uma-Pagong standen, wie auch auf der vorigen Reise, unter Anführung von Jung , einem Adoptivsohn des weiblichen Häuptlings Bulan.

Es war dies eine junge energische Persönlichkeit, die uns auf der Reise viele Dienste erwies. Um keine Zeit zu verlieren, hatten wir bereits am Tage zuvor alles Gepäck so geordnet, dass die Ladung auf die schnellste Weise von statten gehen konnte.

Nun galt es, Menschen und Güter auf die praktischste Weise in die 25 Böte zu verteilen, was insofern seine Schwierigkeit hatte, als die Leute sich bereits in Gruppen verteilt und in den Böten da Platz genommen hatten, wo es ihnen gerade am besten gefiel; dadurch war das eine Boot überladen, das andere beinahe leer; ausserdem nahm jedes Boot so wenig als möglich Gepäck mit, so dass ich das Einladen genau regeln und überwachen musste.

Das, erforderte alles viel Hin- und Herreden, Ermahnungen und bisweilen ernstes Auftreten und dauerte bis 10 Uhr morgens. Die ganze Zeit über hatte ich die alte Usun an meinen Fersen.

Endlich war alles geregelt, jeder Mann an seinem Platze und wir nahmen vom Kontrolleur Abschied, der uns mit seinen zwei kleinen Kanonen noch eine gute Reise nachdonnerte.

Die Insel Borneo ist mit ihrer Oberfläche von Betrachtet man eine in grossem Massstab gehaltene Karte von Borneo, so bemerkt man, dass vom Zentrum der Insel aus mächtige Ströme nach allen Richtungen hin den Küsten zuströmen; sie durchziehen in ihrem Unterlauf weite Ebenen, die sie mit der Zeit selbst gebildet haben.

Die Entstehung so grosser Flüsse und Ebenen ist nur da möglich, wo starke Regenfälle herrschen. Die durchschnittliche jährliche Regenmenge in Borneo ist in der Tat eine sehr bedeutende, sie kann bis über 5 m betragen, doch machen sich auf dem ausgedehnten Gebiet grosse lokale Abweichungen bemerkbar.

Wegen ihrer aequatorialen Lage bestreichen die Passatwinde die Insel Borneo lange nicht so regelmässig wie Java, daher ist der Regenfall dort gleichmässiger auf das ganze Jahr verteilt.

In scharfem Gegensatz zu den Nachbarinseln hat man auf Borneo bis jetzt keine tätigen Vulkane gefunden. Zwar entdeckte Prof. Molengraaff im Jahre südlich vom oberen Kapuas ein ausgedehntes vulkanisches Gebiet, das hauptsächlich aus riesigen Tufflagern besteht, Spuren einer Eruption jüngeren Datums fand er jedoch nicht.

Die südlichen Nebenflüsse des oberen Kapuas haben daher auch Zeit [44] gehabt, diese Tufflager durch Erosion in ein höchst eigenartiges Bergland umzuformen, dessen eigentümliche terrassenförmige Erhebungen bisweilen mehr als m Höhe erreichen.

Dem verunglückten Forschungsreisenden Georg Müller zu Ehren nannte Prof. Molengraaff dieses Gebirge: Müller-Gebirge. Die zahlreichen Petrefakten, welche diese Tufflager enthalten, deuten darauf hin, dass das Müller-Gebirge hauptsächlich in der Tertiärzeit gebildet sein muss.

An der Ostküste, gegenüber der Insel Miang und auf dieser selbst, liegen m hohe Hügel, die in späteren geologischen Perioden durch negative Strandverschiebung entstanden sein müssen; denn man findet auf ihnen die Riesenmuschel Tridacna.

Das ganze flache Gebiet von Kutei wird durch diese auf die Ostküste beschränkte Hügelreihe gegen das Meer hin abgegrenzt. Die vielen Seeen, welche die grosse eingeschlossene Ebene aufweist, lassen vermuten, dass sie früher ein Becken gewesen, das durch den Mahakam und seine Nebenflüsse allmählich angefüllt worden ist.

Bereits seit langer Zeit werden in den Hügeln an der Mahakammündung Steinkohlenlager ausgebeutet; vor einigen Jahren sind dort auch reiche Petroleumquellen angebohrt worden.

Das Kettengebirge, welches sich von dem an der Westküste gelegenen Tandjong Dato an quer durch die Insel nach Osten, wahrscheinlich bis zum Kap Mangkalihat, erstreckt und die Wasserscheide zwischen zahlreichen Flüssen bildet, besteht grösstenteils aus stark gefalteten Schieferschichten.

Nach den Untersuchungen von Prof. Molengraaff ist dieses Gebirge, nördlich von dem grossen Seeengebiet der Batang-Lupar, aus stark abgetragenen Schiefern zusammengesetzt und erhebt es sich nur ungefähr m über den Meeresspiegel.

An der Südseite traf er zum ersten Mal die für Mittel-Borneo charakteristische Danau-Formation 1 , deren obere, aus Kieselschiefer, Jaspis und Hornstein bestehende Schichten Radiolarien enthalten und daher Tiefseeablagerungen sein müssen.

Nördlich vom oberen Kapuas und Mahakam, nach Osten zu, steigt dieses Gebirge immer mehr an, behält jedoch stets denselben Charakter bei. Vom Bukit Tjondong aus konnte Molengraaff das Gebirge, das er Ober-Kapuri-Kettengebirge nannte, übersehen; es erwies sich auch später, vom Liang Tibab aus gesehen, als typisches Kettengebirge, [45] das ganz aus zahlreichen, scharfen, in gleichen Entfernungen neben einander sich erhebenden Rücken zu bestehen schien.

Wie gesagt, steigt das Gebirge in östlicher Richtung an: der Lawit ist bereits m hoch, die höchsten Gipfel bei den Kapuas-Quellen erreichen m und diese Höhe bleibt ungefähr konstant bis zum oberen Mahakam, wo das Kettengebirge vom Batu Tibang durchbrochen wird.

Dem Geröll seiner Flüsse nach zu urteilen, scheint dieser letztere Teil des Gebirges eruptiven Ursprungs zu sein. Östlich vom Batu Tibang setzt sich das Kettengebirge, das jetzt den Namen Bawui Gebirge trägt, weiter fort; in westlicher Richtung, bis zum Batu Okang, dem grossen Bergmassiv, auf dem der Boh entspringt, verschmälert es sich und bildet dort die Wasserscheide zwischen Kajan und Mahakam.

Östlich vom Batu Okang ist das Kettengebirge noch unerforscht; künftige Untersuchungen werden aber voraussichtlich ergeben, dass es sich ununterbrochen bis zum Kap Mangkalihat fortsetzt.

Auch dieser mittlere Teil des Kettengebirges ist also nach seinem Entstehen untergetaucht gewesen.

Der Sandstein, aus dem die 5—10 cm dicken Schichten bestanden, war an beiden Orten grobkörnig. Der hier weisse Hornstein wird von den Sandsteinschichten des grossen Gebirgszuges überlagert, der die Wasserscheide zwischen dem oberen Mahakam und oberen Barito bildet.

Dieses ganze Gebirge erscheint als ein schmaler, sehr steiler, oben abgeflachter Rücken. Der Hauptrücken ist nur 1—2 km breit und sendet nach Norden eine Reihe von Querrücken, welche die Täler der Nebenflüsse des Mahakam von einander scheiden.

Eine starke Abtragung wird durch die üppige Vegetation verhindert. Das Gebirge, welches den gleichen Charakter stets beibehält, kehrt sich mit einer scharfen Wendung nach Süden; es scheint das vulkanische Müller-Gebirge nach Osten zu begrenzen.

An die steilen Wände des Ong Dia lehnen sich auf der Mahakam Seite eine Reihe von Hügeln in Gestalt von — m hohen steilen Kalkbergen, welche die Erosion des Sandsteins aufzuhalten scheinen.

Die höchsten Berge dieser Kalkformation heissen: Batu Matjan, Batu Brok und Batu Ulu. Der Kalk hat eine dichte Struktur und findet sich teils massig, teils in Schichten bis zu 40 m Mächtigkeit.

In den zahlreichen Höhlen dieser Berge bewahren die Eingeborenen ihre Kostbarkeiten auf und setzen sie ihre Toten bei. Ähnliche grosse Felsenhöhlen sollen auch im grossen Kalksteingebirge z.

Am Fuss dieser Hügel kommen Quellen vor, die gleichzeitig Salz und Kohlensäure liefern; die Bevölkerung benutzt sie zur Salzgewinnung.

Bei einer dieser Quellen, der Span Dingei am Fuss des Moang, glückte es mir im Jahre mit Kwing Irang , dem Häuptling der Mahakam Kajan, eine alte Vorrichtung zur Salzgewinnung auszugraben.

Als auf Anweisung von Kwing Irang neben einer Reihe Felsen von glasigem Eruptivgestein die Erde fortgeschafft wurde, kam der Rand eines ausgehöhlten Baumstammes von 6 dm Durchmesser zum Vorschein, der senkrecht in den Boden gerammt war.

Etwas tiefer bemerkten wir einen zweiten hohlen Baumstamm, der in den ersten hineingesteckt war und aus dem das Wasser kräftig hervorsprudelte.

Die Baumstämme dienten dazu, das Wasser vor Verunreinigung durch hineinfallende Erde zu schützen. Gegenwärtig wird die Quelle ihres geringen Salzgehaltes wegen nicht mehr ausgebeutet, in früherer Zeit jedoch [48] wurde das Salzwasser aufgefangen und in grossen Töpfen verdampft.

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Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier
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3 Kommentare zu „Zu wecken schlanke Sexbombe ruft doppelt eingedrungen in dreier

  • 08.04.2020 um 08:05
    Permalink

    Nach meiner Meinung irren Sie sich. Geben Sie wir werden besprechen. Schreiben Sie mir in PM, wir werden umgehen.

    Antworten
  • 11.04.2020 um 06:26
    Permalink

    Sie sind nicht recht. Ich kann die Position verteidigen.

    Antworten
  • 12.04.2020 um 06:03
    Permalink

    Sie sind nicht recht. Schreiben Sie mir in PM.

    Antworten

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